Peter Henisch – Der Jahrhundertroman

Als Buchhändler war der alte Herr Roch stets von Büchern umgeben, nun hat er selbst einen „Jahrhundertroman“ geschrieben.

Es soll darin um Literatur gehen – von Musil und Roth bis zu Bachmann und Handke. In Geschichten, in denen der Möglichkeitssinn die Wirklichkeit oft ausblendet. Die Studentin Lisa, Kellnerin in Rochs Stammcafé, soll das Manuskript für ihn abtippen. Da sie Rochs Schrift nicht lesen kann, will er ihr diktieren, doch alles ist heillos durcheinandergekommen. Zwischen dem alten Mann, der voller Geschichten steckt, und der jungen Frau, die ihm nicht alles glaubt, entwickelt sich eine ambivalente Beziehung. Doch Lisa hat auch andere Sorgen: Ihre Freundin Semira soll abgeschoben werden. Kann Rochs Bücherlager ihr Zuflucht bieten?

Der Jahrhundertroman

geboren 1943 in Wien. Nachkriegskindheit, Wiederaufbaupubertät. Studium der Philosophie und Psychologie, daneben journalistische Tätigkeit für die „Arbeiterzeitung.“ 1969 gemeinsam mit Helmut Zenker Begründung der Zeitschrift „Wespennest“. Seit Mitte der 1970erJahre freischwebender Schriftsteller. Peter Henisch erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen, u. a. den Österreichischen Kunstpreis für Literatur.

Residenz Verlag

Text und Bild: www.buchhandel.de