Belletristik und Sachbuch Februar 2019

10 Empfehlungen aus den Bereichen Belletristik und Sachbuch

Belletristik- und Sachbuch-Empfehlungen aus den Erwerbungen vom Februar 2019

T.C. Boyle - Das Licht

Ein kreischend greller Trip an die Grenzen des Bewusstseins und darüber hinaus – T.C. Boyle at his best.

Endlich wird der aufstrebende wissenschaftliche Assistent Fitz auf eine der LSD-Partys seines Professors Leary in Harvard eingeladen. Er erhofft sich davon einen wichtigen Karriereschritt, merkt aber bald, dass Learys Ziele weniger medizinischer Natur sind; es geht dem Psychologen um eine Revolution des Bewusstseins und eine von sozialen Zwängen losgelöste Lebensform. Fitz wird mitgerissen von dieser Vision, mit Frau und Sohn schließt er sich der Leary-Truppe an: Sie leben in Mexiko, später in der berühmten Kommune in Millbrook, mit Drogen und sexuellen Ausschweifungen ohne Ende. Ein kreischend greller Trip an die Grenzen des Bewusstseins und darüber hinaus 

T. Coraghessan Boyle, 1948 in Peekskill, N.Y., geboren, ist der Autor von insgesamt 27 Romanen und Erzählungen, die in zahlreiche Sprachen übersetzt wurden. Bis 2012 lehrte er Creative Writing an der University of Southern California in Los Angeles. Bei Hanser erschienen zuletzt Das wilde Kind, Wenn das Schlachten vorbei ist, San Miguel, die Neuübersetzung von Wassermusik, Hart auf hart, die Neuübersetzung von Grün ist die Hoffnung, Die Terranauten, Good Home, sowie Das Licht.

Hanser Verlag

Text und Cover: www.buchhandel.de

Ursula Poznanski - Vanitas

Schwarz wie Erde

Ein psychologisch dichter Thriller mit ungewöhnlicher Heldin und Gänsehaut-Garantie!

Auf dem Wiener Zentralfriedhof ist die Blumenhändlerin Carolin ein so gewohnter Anblick, dass sie beinahe unsichtbar ist. Ebenso wie die Botschaften, die sie mit ihren Auftraggebern austauscht, verschlüsselt in die Sprache der Blumen - denn ihre größte Angst ist es, gefunden zu werden. Noch vor einem Jahr war Carolins Name ein anderer; damals war sie als Polizeispitzel einer der brutalsten Banden des organisierten Verbrechens auf der Spur. Kaum jemand weiß, dass sie ihren letzten Einsatz überlebt hat. Doch dann erhält sie einen Blumengruß, der sie zu einem neuen Fall nach München ruft - und der sie fürchten lässt, dass sie ihren eigenen Tod bald ein zweites Mal erleben könnte …

Ursula Poznanski wurde 1968 in Wien geboren, wo sie mit ihrer Familie auch heute lebt. Die ehemalige Medizin-Journalistin ist eine der erfolgreichsten Autorinnen deutscher Sprache: Mit ihren Jugendbüchern (von «Erebos» bis «Thalamus») steht sie Jahr für Jahr ganz oben auf den Bestsellerlisten, ihre Thriller für Erwachsene erfreuen sich ebenso großer Beliebtheit. 

Knaur Buchverlag

Text und Bild: www.buchhandel.de

Franzobel - Rechtswalzer

Kriminalroman

Der erfolgreiche Getränkehändler und Barbesitzer Malte Dinger ist ein Glückspilz. Als er jedoch unverschuldet in die Fänge der Justiz gerät, steht plötzlich seine ganze Existenz auf dem Spiel. Für den Balkan-Casanova Branko ist das Leben da schon vorbei. Vieles deutet darauf hin, dass er das Opfer abseitiger sexueller Praktiken geworden ist, doch Kommissar Groschen glaubt nicht recht daran. Das Verhältnis Brankos zu der lustig gewordenen Witwe des Bautycoons Hauenstein bringt dann die Machenschaften der neuen rechtsnationalen Regierung ans Licht, die den bevorstehenden Opernball als Propagandaspektakel inszenieren will. Franzobels neuer Krimi spielt in der Zukunft, ist aber brandaktuell.

Franzobel, eigentlich Franz Stefan Griebl, wurde am 1. März 1967 in Vöcklabruck, Oberösterreich, geboren. Er absolvierte eine Ausbildung für Maschinenbau an der Höheren Technischen Lehranstalt in Vöcklabruck und studierte anschließend in Wien Germanistik und Geschichte. Schon damals begeisterte er sich für Theater und Schauspiel und war auch als Komparse am Burgtheater in Wien tätig. Seit 1989 arbeitet er als freier Schriftsteller und lebt mit seiner Ehefrau Maxi Blaha an wechselnden Orten. Er hat zwei Kinder. Franzobel ist nicht nur Schauspieler und Autor, sondern auch Maler, Dramatiker und Lyriker.

Zsolnay Verlag

Text und Bild: www.buchhandel.de

Markus Zusak - Nichts weniger als ein Wunder

Von Millionen Lesern sehnsüchtig erwartet – der neue große Roman vom preisgekrönten Autor des Weltbestsellers »Die Bücherdiebin«.

Dies ist die Geschichte der fünf Dunbar-Brüder. Nach dem Tod der geliebten Mutter und dem Weggang ihres Vaters leben sie nach ihren ganz eigenen Regeln. Sie trauern, sie lieben, sie hassen, sie hoffen und sie suchen. Nach einem Weg, mit ihrer Vergangenheit klarzukommen, nach der Wahrheit und nach Vergebung. Schließlich ist es Clay – angetrieben von den Erinnerungen an ihren tragischen Verlust –, der beschließt, eine Brücke zu bauen. Eine Brücke, die Vergangenheit zu überwinden und so sich selbst und seine Familie zu retten. Dafür verlangt er sich alles ab, was er geben kann, und mehr: nichts weniger als ein Wunder.

Der Bestsellerautor Markus Zusak hat sechs Romane geschrieben, darunter »Die Bücherdiebin« und »Der Joker«. Seine von Publikum und Presse gleichermaßen gefeierten Bücher sind in mehr als vierzig Sprachen übersetzt. Er lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Sydney.

Limes Verlag

Text und Bild: www.buchhandel.de

Kent Haruf - Abendrot

Holt, eine Kleinstadt im Herzen Colorados. Zwei alte Viehzüchter müssen den Wegzug ihrer Ziehtochter verkraften. Ein Ehepaar kämpft in seinem verwahrlosten Trailer um ein Stückchen Würde und um seine Kinder. Ein elfjähriger Junge kümmert sich rührend um seinen kranken Großvater. So hart das Schicksal auch zuschlägt – die Menschen in Holt sind entschlossen, dem Leben einen Sinn abzutrotzen. Und begegnen einander dabei neu.

„Kent Haruf nimmt uns mit, wohin wir nie wollten, und bald wollen wir von dort nicht mehr weg.“ Bernhard Schlink

Kent Haruf, geboren 1943 in Colorado, war ein amerikanischer Schriftsteller. Alle seine sechs Romane spielen in der fiktiven Kleinstadt Holt im US Bundesstaat Colorado. Er wurde unter anderem mit dem Whiting Foundation Writers’ Award, dem Wallace Stegner Award und dem Mountains & Plains Booksellers Award ausgezeichnet. Sein letzter Roman, ›Unsere Seelen bei Nacht‹, wurde zum Bestseller und mit Jane Fonda und Robert Redford in den Hauptrollen verfilmt. Haruf starb 2014.

Diogenes Verlag

Text und Bild: www.buchhandel.de

Seanan McGuire - Der Atem einer anderen Welt

Ausgezeichnet mit dem Hugo Award, dem Nebula Award und dem Locus Award.

Kinder und Jugendliche sind zu allen Zeiten in Kaninchenlöcher gefallen, durch alte Kleiderschränke ins Zauberland vorgestoßen oder auf einer Dampflok in magische Welten gereist. Aber … was geschieht eigentlich mit denen, die zurückkommen?

Mit Nancy, die die Hallen der Toten besucht hat und den Rest ihres Lebens am liebsten still wie eine Statue verbringen würde.

Und mit Christopher, den Jungen mit der Knochenflöte, der die Toten für sich tanzen lassen kann.

Sumi, die das Chaos braucht wie die Luft zum Atmen, weil sie aus einer Unsinnswelt kommt.

Oder Jack & Jill, die mit Vampiren und Wissenschaftlern unter einem blutig-roten Mond aufgewachsen sind.

Als sie sich in »Eleanor Wests Haus für Kinder auf Abwegen« treffen, ahnen sie nicht, dass ihnen ihr größtes Abenteuer noch bevorsteht ...

»Seanan McGuire ist eine der klügsten Autorinnen weit und breit. Mit ›Der Atem einer anderen Welt‹ beweist sie, dass ihr Herz genauso groß ist wie ihr Verstand scharf.« Charlaine Harris

Seanan McGuire (*1978 in Kalifornien) erhielt 2010 den John W. Campbell Award als Best New Writer. 2013 tauchte sie als erste Person überhaupt fünf Mal auf demselben Stimmzettel zum Hugo Award auf. Seitdem hat sie zahlreiche Urban-Fantasy-, Science-Fiction- und Horror-Romane geschrieben. Für »Der Atem einer anderen Welt« wurde sie mit dem Hugo, dem Nebula, dem Locus und dem Alex Award ausgezeichnet.

Tor Verlag

Text und Bild: www.buchhandel.de

Houchang Allahyar - Ute Bock Superstar

Aufgezeichnet von August Staudenmayer

Für Ute Bock war es »ganz normal«: Mit unvergleichlichem Einsatz kämpfte sie für Menschen in Not und setzte als unermüdliche Flüchtlingshelferin Maßstäbe. Nach ihrem Tod wurde sie von Tausenden Menschen mit einem Lichtermeer am Wiener Heldenplatz wie ein Superstar gefeiert.
Psychiater und Filmemacher Houchang Allahyari widmet seiner ehemaligen Schwägerin dieses sehr persönliche Buch: In bewegenden Gesprächen erinnern sich ihre Schwester, Nichte und Neffen an die schönsten gemeinsamen Momente. Ehemalige Schützlinge erzählen von Ute Bocks bedingungslosem Engagement und dem Alltag im Flüchtlingsheim. Namhafte Persönlichkeiten wie Alexander Van der Bellen, Heinz Fischer, Josef Hader oder Karl Markovics schildern auf berührende Weise ihre Beziehung zu Ute Bock.

»Ute Bock Superstar« ist das facettenreiche Porträt einer bemerkenswerten Frau, deren gesellschaftliche Wirkung weiterlebt.
Mit zahlreichen Abbildungen aus dem Familienarchiv

Houchang Allahyari, MR, Dr., geboren in Teheran, kam als Jugendlicher nach Österreich, studierte Psychiatrie, arbeitete über 20 Jahre als Psychiater in Strafanstalten und führt heute eine Praxis in Wien. Seit 1970 dreht er Filme und setzt diese auch in seiner Therapiearbeit ein. 2014 wurde »Der letzte Tanz« (mit Erni Mangold) mit dem Großen Diagonale-Filmpreis als bester österreichischer Spielfilm ausgezeichnet.

Amalthea Verlag

Text und Bild: www.buchhandel.de

Vanessa Scharsching & Christian Biemann - Wer geradeaus fährt, muss betrunken sein

Abenteuergeschichten aus Zentralasien

Ein ungewöhnliches Inserat legt den Grundstein für eine turbulente Reise quer durch Kirgistan, Tadschikistan und Usbekistan.
Gemeinsam mit einem liebenswürdigen Bus brechen Vanessa Scharsching und Christian Biemann auf zu einem Abenteuer, bei dem sich Hirten in Hochseekapitäne verwandeln, Nudeln mit Zyanid gewürzt werden und die Herzlichkeit der Menschen am Ende alle Widrigkeiten des Reisealltags vergessen lässt.

Vanessa Scharsching, Jahrgang 1989, ausgebildete Zoologin und Agrarbiologin, befiel das akute Reisefieber erstmals im Jahr 2010 während eines Aufenthaltes in Nepal. Es ließ sie seither nicht mehr los. Mehrere Reisen mit Asienschwerpunkt folgten, bevorzugt auf Routen abseits der klassischen Touristenpfade. Längere Reisen nimmt sie als Anlass sich als Hobby-Bloggerin auszutoben.

Christian Biemann, Jahrgang 1985, wählte die Kamera als Werkzeug um seine Erlebnisse festzuhalten. Seine Geschichten erzählt er am liebsten mit Bildern. Reisen in ferne Länder entfachten beim ausgebildeten Techniker die Leidenschaft zur Fotografie und ebneten den Weg für sein zweites berufliches Standbein als Fotograf und Vortragender von Reisereportagen.

Text und Bild: www.buchhandel.de

Maria Walcher & Edith A. Weinlich - Ein Erbe für alle

103 Traditionen aus Österreich

Dieses äußerst ansprechend illustrierte Buch stellt den ganzen Reichtum von Österreichs kulturellem Erbe vor: Warum ist der Walzer ein Wiener? Was ist das Geheimnis des Blaudruckers? Wo wird das älteste Erntedankfest gefeiert? Wie züchtet man Lipizzaner? Wie erlernt man das Spiel mit Marionetten? Warum kann es ein Glück sein, Pech zu haben? Wie viele Masken braucht die Imster Fasnacht? Schießen die Altausseer Taubenschützen scharf? Welche Ernterechte verlost Galtür? In Österreich werden mit großer Selbstverständlichkeit Traditionen weitergegeben – von Hand zu Hand, von Herz zu Herz. Und sie behaupten auch heute noch eine unglaubliche Vielfalt und Lebendigkeit.

Maria Walcher, Volkskundlerin. Als Volksmusikforscherin entdeckte sie die verborgensten Winkel Österreichs und arbeitete zehn Jahre lang in der Österreichischen UNESCO-Kommission an maßgeblicher Stelle für das immaterielle Kulturerbe.

Edith A. Weinlich, Volkskundlerin, lebt in Wien. Sie arbeitet als Projektmanagerin für Verlage und als Autorin. Ihre Sehnsucht nach der ländlichen Welt ihrer Kindheit stillt sie durch Fußreisen, zum Beispiel nach Rom, durch Aufenthalte auf dem Land und durch das Schreiben von Büchern.

Mit farbigen Illustrationen von Caterina Krüger.

Folio Verlag

Text und Bild: www.buchhandel.de

Arnold Angenendt - Toleranz und Gewalt

Das Christentum zwischen Bibel und Schwert

Der international renommierte Kirchenhistoriker Arnold Angenendt behandelt in seinem neuen Buch die heute gängigen Anklagen gegen das Christentum. Die Liste der aufgerechneten »Todsünden« ist lang: Leib- und Geschlechterfeindlichkeit, Erzeugung falscher Schuldgefühle, Anspruch auf alleinseligmachende Wahrheit und damit Intoleranz, Absegnung der Kreuzritter als Beihilfe am Tod unschuldiger Moslems, die Inquisition mit Folterung und Verbrennung der Ketzer wie der Hexen, die Mission als Kolonialkrieg bei Ausrottung ganzer Volksstämme, Antijudaismus als Wegbereiter des Holocaust. Eine »Blutspur« von neun Millionen Opfern habe das Christentum in der Geschichte hinterlassen. In Summe sei es eine altgewordene Weltreligion, die am besten abdanke.

Auf breiter Faktenlage fußend legt Angenendt souverän dar, was die religions-, kultur- und allgemeingeschichtlichen Forschungen zu diesen Anklagen in den letzten zwanzig Jahren erbracht haben. Die Ergebnisse sind frappierend.

Arnold Angenendt, geboren 1934 in Goch, wurde 1963 zum Priester geweiht und habilitierte 1975 in Theologie. Seit 1983 ist er Professor für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.

Aschendorff Verlag

Text und Bild: https://www.buchhandel.de

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