Belletristik und Sachbuch Mai 2018

10 Empfehlungen aus den Bereichen Belletristik und Sachbuch

Belletristik- und Sachbuch-Empfehlungen aus den Erwerbungen vom Mai 2018

Jürgen Neffe - Marx. Der Unvollendete

Die aktuelle Biografie über Leben und Werk des Philosophen und Gesellschaftskritikers

Karl Marx, der revolutionäre Querkopf und Vordenker des 19. Jahrhunderts, ist wieder da. Seit der Kommunismus in seinem Namen – aber nicht in seinem Sinne – Geschichte ist, feiert er ein bemerkenswertes Comeback. Anlässlich seines 200. Geburtstags erkundet Jürgen Neffe dessen Ursachen – in Marx´ Schriften wie in seiner Biografie. Er schildert das Leben eines Flüchtlings und geduldeten Staatenlosen, der für seine Überzeugungen keine Opfer scheut. Weder Krankheit, Armut, Ehekrisen noch Familientragödien halten ihn davon ab, beharrlich an seinem Werk zu arbeiten. Mit seiner Analyse des Kapitalismus als entfesseltes System sagt er die globalisierte Welt unserer Tage bis hin zur Finanzkrise voraus. Neffe zeichnet die Entwicklung der Marx'schen Gedankenwelt von Entfremdung und Ausbeutung in den Frühschriften bis zur ausgereiften Krisentheorie im Kapital nicht nur nach. Als erfahrener Popularisierer der Wissenschaft erklärt er die Theorien in verständlicher Form und konfrontiert sie mit der Realität des 21. Jahrhunderts.

Jürgen Neffe, geboren 1956, ist promovierter Biochemiker und ein mehrfach ausgezeichneter Journalist und Autor. Besonderes Aufsehen erregte er mit seinen vielgerühmten Biografien von Albert Einstein und Charles Darwin, die beide große Bestseller waren.

Bertelsmann Verlag

Text und Bild: www.buchhandel.de

Daryl Gregory - Die erstaunliche Familie Telemachus

Ein umwerfender Roman über eine ganz besondere Familie und die unsichtbaren Kräfte, die uns alle zusammenhalten.

Auf den ersten Blick ist Matty Telemachus ein typischer vierzehnjähriger Junge mit den typischen Problemen eines vierzehnjährigen Jungen. Aber Matty ist alles andere als normal und seine Familie ist es schon gar nicht. Als Matty entdeckt, dass er über ungewöhnliche Fähigkeiten verfügt, macht er sich auf die Suche nach dem lange gehegten Familiengeheimnis: Sind seine Verwandten wirklich Medien, beherrschen sie Telepathie, Telekinese und vielleicht noch andere Kräfte?

Daryl Gregory wurde für seine Romane, Erzählungen und Comics vielfach ausgezeichnet. Seine Novelle Uns geht´s allen total gut gewann 2015 den World Fantasy Award und den Shirley Jackson Award. Gregory lebt in Oakland, Kalifornien.

Eichborn Verlag

Text und Bild: www.buchhandel.de

Konrad Rabensteiner - Der geköpfte Adler

In seinem autobiografischen Roman Der geköpfte Adler schildert Konrad Rabensteiner das Eisacktaler Dorfleben der 50er Jahre des 20. Jahrhunderts. Seine Beschreibungen der Menschen auf der Defregger-Gasse sind überaus lebendige Tablaux’: übermütige Burschen im Dorf, Kirchgeher bei Prozessionen, Väter, die Ohrfeigen austeilen, Spitalsbewohnerinnen, Pferdefuhrwerke, Wanderhändler und Bettler. Das Gasthaus der Eltern, Hausfassaden und Hinterhöfe vor der Erhabenheit der Südtiroler Bergwelt bilden die Kulisse des aus der Sicht eines Kindes erzählten Romans. Konrad Rabensteiner ist ein Autor, der in seinen Büchern wirklich präsent ist, der die Leser tief in seine Gedankenwelt eintauchen lässt. Ein einfühlsam geschriebener Entwicklungsroman, der durch seine detailreichen Schilderungen und seine Originalität überzeugt und stimmungsvolle Einblicke in das bäuerliche Leben Südtirols der 50er Jahre gibt.

Konrad Rabensteiner
1940 in Villanders, Südtirol geboren, lebt in Bozen. Studium der Germanistik, Romanistik und Geschichte an der Universität Innsbruck. Dissertation über Ingeborg Bachmann. Mittelschullehrer in Bozen, Mitarbeiter der Rai Südtirol. U.a. Förderpreis „Walther von der Vogelweide“ und Möller Literaturpreis. Zuletzt erschienen: "Aldo Ricci" (Raetia, 2010).

Edition Laurin

Text und Bild: www.buchhandel.de

Roberto Saviano - Der Clan der Kinder

Zehn Jungen rasen auf ihren Motorrollern durch die Stadt. Sie heißen Maraja, Dentino, Lollipop, Drone, sie tragen Markenschuhe und den Namen der Freundin auf die Schulter tätowiert – und sie wollen alles haben. In Neapel ist das nur eine Frage der richtigen Camorra-Bande. Der Weg vom Pusher zum Killer ist kurz. Auf den Dächern der Stadt üben die 15-jährigen mit Sturmgewehren, zielen auf Mülltonnen und Fensterscheiben. Bald gilt ein Menschenleben weniger als ein gebrochenes Wort. Sie fühlen sich unsterblich, bis der Glanz ihres rasanten Lebens sie schließlich selbst blendet. Roberto Savianos erster großer Roman erzählt von einer Jugend ohne Gott: schnell, brutal und ohne Pardon.

Roberto Saviano, 1979 in Neapel geboren, arbeitete nach dem Studium der Philosophie als Journalist. Gomorrha kam rasch nach Erscheinen auf die italienische Bestsellerliste und machte ihn schlagartig berühmt. Nach wiederholten Morddrohungen von Seiten der Camorra steht Saviano permanent unter Personenschutz und lebt seit vielen Jahren im Untergrund. Bei Hanser erschienen Gomorrha (Reise in das Reich der Camorra, 2007), Das Gegenteil von Tod (2009), Der Kampf geht weiter (Widerstand gegen Mafia und Korruption, 2012), ZeroZeroZero (Wie Kokain die Welt beherrscht, 2014), Super Santos (Hanser Box, 2014) und Der Clan der Kinder (Roman, 2018). 2009 erhielt Saviano den Geschwister-Scholl-Preis, 2012 den Olof-Palme-Preis für seinen publizistischen Einsatz gegen organisiertes Verbrechen und Korruption und 2016 den M100 Media Award.

Hanser Verlag

Text und Bild: www.buchhandel.de

Julian Barnes - The Only Story

Der neue Roman des Man Booker Preis Gewinners 

THE SUNDAY TIMES BESTSELLER

in englischer Originalfassung

Would you rather love the more, and suffer the more; or love the less, and suffer the less? That is, I think, finally, the only real question.

First love has lifelong consequences, but Paul doesn't know anything about that at nineteen. At nineteen, he's proud of the fact his relationship flies in the face of social convention.

As he grows older, the demands placed on Paul by love become far greater than he could possibly have foreseen.

Tender and wise, The Only Story is a deeply moving novel by one of fiction's greatest mappers of the human heart.

Julian Barnes, 1946 in Leicester, England, geboren, arbeitete nach dem Studium moderner Sprachen als Lexikograph, dann als Journalist. Von Barnes, der zahlreiche internationale Literaturpreise erhielt, liegt ein umfangreiches erzählerisches und essayistisches Werk vor. 2016 wurde er mit dem "Siegfried Lenz Preis" ausgezeichnet. Julian Barnes lebt in London

Jonathan Cape Verlag

Text und Bild: http://shop.buchkatalog.de/product/3000000556794/Buecher_Romane/Barnes-Julian/The-Only-Story

Wolfgang Häusler - Ideen können nicht erschossen werden

Revolution und Demokratie in Österreich 1789 - 1848 - 1918

„Ideen können nicht erschossen werden“, sagt der Philosoph und Publizist Hermann Jellinek vor seiner Hinrichtung 1848 – der Weg Österreichs zur Demokratie ist gekennzeichnet von Verfolgung und blutiger Repression. Im Gefolge der Französischen Revolution 1789 wird der Versuch einer Neuordnung der Gesellschaft durch die ersten österreichischen Demokraten unterdrückt. 1848/49 scheitern die bürgerlich-demokratische und die soziale Revolution, die langfristige Durchsetzung ihrer Programme kann jedoch nicht verhindert werden; aus der Katastrophe des Weltkriegs erwächst 1918 die „österreichische Revolution“ (Otto Bauer). Die Erinnerungsorte und Denkmäler dieser Revolutionen mögen unscheinbarer sein als die Monumente von Herrschaft, Gewalt und Krieg, über sie hinaus jedoch, so zeigt Wolfgang Häusler in seinem Buch, geht es um das zukunftsweisende Gedächtnis der Demokratie, das der Tradition des Widerstandes verpflichtet ist.

WOLFGANG HÄUSLER, geboren 1946 in St. Pölten. Studium der Geschichte und Kunstgeschichte an der Univ. Wien, Dr. phil. Professor für Österr. Geschichte an der Univ. Wien 1984–2003. Bücher zur Revolution von 1848 („Von der Massenarmut zur Arbeiterbewegung“, 1979), zur Geschichte des österr. Judentums und zur nö. Landeskunde. Studien zur Wechselwirkung von Geschichte und Literatur, Wissenschaft und Bildung und zur politischen Dichtung in Vormärz und Revolution.

Molden Verlag

Text und Bild: www.buchhandel.de 

Emanuele Coccia - Die Wurzeln der Welt

Eine Philosophie der Pflanzen

Wenn wir über das Leben und dessen Ursprünge sprechen, denken wir an Menschen oder Tiere. Und die Pflanzen? Sie sind nur Gegenstand der Botanik, in der Philosophie spielen sie seit Aristoteles‘ Vorstellung eines vegetativen Seelenvermögens keine Rolle mehr. Kaum zu glauben, denn sie sind die eigentlichen Erschaffer der Welt. Sie können sich nicht bewegen und sind doch geniale Handwerker, sie vermitteln zwischen Erde und Sonne und besitzen verborgene zweite Körper im Boden. Emanuele Coccia gibt dem Leser ein neues Bewusstsein für die faszinierende Schönheit der Natur. Denn Pflanzen sind mehr als blühender Zufall, sie sind Grundlage allen Lebens und damit unentbehrlich für unser Wissen über uns.

Emanuele Coccia, geboren 1976, ist Professor für Philosophiegeschichte an der École des Hautes Études en Sciences Sociales in Paris. Er promovierte in Florenz und war Assistenzprofessor für Geschichte der Philosophie in Freiburg. Sein Buch La Vie sensible (Payot, 2010) wurde in mehrere Sprachen übersetzt. (334 Zeichen). 2017 wurde er für die Die Wurzeln der Welt mit dem Prix des Rencontres Philosophiques de Monaco ausgezeichnet.

Hanser Verlag

Text und Bild: www.buchhandel.de

Holger Schweizer - Das neue große Heimwerkerbuch

Geräte, Techniken, Materialien

464 Farbfotos, 528 Zeichnungen, 70 Tabellen

Do it yourself. Das üppig bebilderte Standardwerk für Heimwerker. Besonders anschaulich durch nahezu 1.000 Abbildungen. Mit zahlreichen Arbeitsanleitungen für Heimwerker. Hier finden Sie als Bastler alles, was Sie über Maschinen, Geräte und Materialien und deren richtigen Einsatz für ihre Heimwerkerprojekte wissen müssen. Weiterführende Tipps und Tricks machen Sie schnell selbst zum Do-it-yourself-Experten. Zu jedem Kapitel gibt es Sicherheitshinweise, die passenden Maschinen und Geräte von Bosch, Materialien, Werkzeuge und die Anleitung zum richtigen Gebrauch wichtiger Bosch-Elektrowerkzeuge. Alle wichtigen Werkstoffe, Kleber, Zusatzgeräte und Techniken werden anhand von Hunderten von Fotos und Zeichnungen fachlich hieb- und stichfest erklärt.

Holger H. Schweizer war als Nachrichtentechniker und Betriebswirt für die Robert Bosch GmbH viele Jahre im Ausland tätig. Seit dem Übergang in den Ruhestand verfasst er für das Unternehmen zahlreiche Fachpublikationen und baute sich eine 14 Meter lange Segeljacht.

Eugen Ulmer Verlag

Text und Bild: www.buchhandel.de

Wolfram Eilenberger - Zeit der Zauberer

das große Jahrzehnt der Philosophie 1919 - 1929

Die Jahre 1919 bis 1929 markieren eine Epoche unvergleichlicher geistiger Kreativität, in der Gedanken zum ersten Mal gedacht wurden, ohne die das Leben und Denken in unserer Gegenwart nicht dasselbe wäre. Die großen Philosophen Ludwig Wittgenstein, Walter Benjamin, Ernst Cassirer und Martin Heidegger prägten diese Epoche und ließen die deutsche Sprache ein letztes Mal vor der Katastrophe des Zweiten Weltkriegs zur Sprache des Geistes werden.

Wolfram Eilenberger, Bestsellerautor, langjähriger Chefredakteur des »Philosophie Magazins« und der wohl begabteste und zurzeit auffälligste Vermittler von Geistesgeschichte im deutschsprachigen Raum, erweckt die Philosophie der Zwanziger Jahre und mit ihr ein ganzes Jahrzehnt zwischen Lebenslust und Wirtschaftskrise, Nachkrieg und aufkommendem Nationalsozialismus zum Leben. Der kometenhafte Aufstieg Martin Heideggers und dessen Liebe zu Hannah Ahrendt. Der taumelnde Walter Benjamin, dessen amour fou auf Capri mit einer lettischen Anarchistin ihn selber zum Revolutionär macht. Der Genius und Milliardärssohn Wittgenstein, der, während er in Cambridge als Gott der Philosophie verehrt wird, in der oberösterreichischen Provinz vollkommen verarmt Grundschüler unterrichtet. Und schließlich Ernst Cassirer, der Jahre vor seiner Emigration in den bürgerlichen Vierteln Hamburgs am eigenen Leib den aufsteigenden Antisemitismus erfährt. In den Lebenswegen und dem revolutionären Denken dieser vier Ausnahmephilosophen sieht Wolfram Eilenberger den Ursprung unserer heutigen Welt begründet. Dank der großen Erzählkunst des Autors ist uns der Rückblick auf die Zwanziger Jahre zugleich Inspiration und Mahnung, aber in allererster Linie ein mitreißendes Lesevergnügen. 

Klett-Cotta Verlag

Text und Bild: www.buchhandel.de

Manfred Lütz mit Arnold Angenendt - Der Skandal der Skandale

Die geheime Geschichte des Christentums

Was ist dran an der Skandalgeschichte des Christentums, deren üppige filmische Inszenierungen nur so von Sperma, Blut und Gift triefen? Was ist mit Kreuzzügen, Inquisition und Hexenverfolgung? Stand das Christentum bei der Durchsetzung der Menschenrechte auf der Bremse oder auf dem Gaspedal – oder auf beidem? Was ist mit Frauenemanzipation, sexueller Revolution und vor allem: Wie steht das Christentum wirklich zum Holocaust? Manfred Lütz erzählt die spannende Geschichte des Christentums, wie sie nach Erkenntnissen der neuesten Forschung wirklich war. Dabei geht es letztlich um eine entscheidende gesellschaftliche Frage: Taugt das Christentum noch als geistiges Fundament Europas?

Der international renommierte Historiker Arnold Angenendt hatte schon 2007 ein gewaltiges Werk vorgelegt: »Toleranz und Gewalt – Das Christentum zwischen Bibel und Schwert«, das die Ergebnisse der internationalen Forschung zusammenfasst und seitdem ein Standardwerk ist für alle, die sich ernsthaft mit Christentum und Kirche auseinandersetzen wollen. Allerdings hat eine breitere Öffentlichkeit von den wirklich erstaunlichen Ergebnissen bisher kaum Notiz genommen.

Zusammen mit Arnold Angenendt hat nun Manfred Lütz die zentralen Aussagen von „Toleranz und Gewalt“ in einem fulminanten Buch aufgegriffen, das wie in einem Krimi die spannende Geschichte der größten Menschheitsreligion aller Zeiten erzählt. Damit auch wirklich alle so genannten Skandale der Christentumsgeschichte vorkommen, wurden einige Themen hinzugefügt, so dass man jetzt auf 286 Seiten den neusten Stand der Wissenschaft über alle kritischen Phasen der Geschichte des Christentums nachlesen kann. Führende Historiker haben das Buch korrekturgelesen, damit alles stimmt, aber auch sein Friseur, damit es locker bleibt. Es ist ein Buch geworden für Christen, die keine Angst vor der Wahrheit haben und für all die anderen, damit sie besser verstehen, woher sie kommen.

Arnold Angenendt, Dr. theol., geb. 1934, 1983-1999 Professor für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte an der Universität Münster.

Manfred Lütz, Dr. med., geb. 1954, Arzt, katholischer Theologe, leitet das Alexianer-Krankenhaus in Köln. Seine Bücher sind Bestseller und machen Lütz zu einem der meistgelesenen Sachbuchautoren der Gegenwart.

Herder Verlag

Text und Bild: www.buchhandel.de

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